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RUSSLANDBILDER - BILDER RUSSLANDS

Schule in Novosibirsk

Im ehemaligen Schifffahrtsmuseum der Hansestadt Rostock, August-Bebel-Straße 1, war vom 25.08. bis zum 25.11.2016 die Ausstellung "RUSSLANDBILDER - BILDER RUSSLANDS" mit Graphiken russischer Architekten und Künstler zur Baugeschichte des Territoriums von „einem Sechstel der Erde“ (odnoi tschestoi mira, feststehender Begriff für die ehemalige Sowjetunion) zu sehen. Die Eröffnung der Ausstellung fand am 24.08.2016 um 18.00 Uhr durch Larissa und Dr. Thomas Meyer-Bohe aus Rostock statt. Die Bleistift-Graphiken, teils mit Tusche unterlegt, wurden von Architekten und Architekturstudenten der Staatlichen Universität für Architektur, Design und Bauwesen in Novosibirsk/ Sibirien (bis 2015 Akademie für Architektur und Bildende Künste) gezeichnet. Thomas Meyer-Bohe arbeitet in dieser Einrichtung als Honorarprofessor und ist derzeitiger Leiter der Deutsch-Russischen Akademie zu Bremen. Seine Ehefrau Larissa war langjährige Leiterin des Deutsch-Instituts dieser Universität. Dargestellt waren historische Motive unterschiedlicher Zeitepochen. Angefangen bei russischen und armenischen Klöstern des 11. Jahrhunderts, über öffentliche und private Bauten aus dem gesamten Russischen Reich, bis hin zum Zarensturz 1914, mit einem Schwerpunkt auf den Metropolen Moskau und St. Petersburg. Zum Teil wurden die Gebäude von unterschiedlichen Perspektiven und Schattenseiten dargestellt, um ihre Individualität und Einzigartigkeit aus dem jeweiligen „Auge des Betrachters“ zu erhöhen. Die Graphischen Zeichnungen hatten eine hohe technische Qualität, die an deutschen Hochschulen kaum erreicht wird. Sie sind sämtlich um die Jahrtausendwende 1990 bis 2003 entstanden - zu einer Zeit, als die Architekturdarstellung noch zentrales Pflichtfach der Architekturausbildung war und noch nicht vom zeitgenössischen Computerdesign verdrängt wurde. Architekturgraphiken als Genre haben aktuell in der öffentlichen Wahrnehmung eine erhebliche Aufwertung erfahren, insbesondere durch die viel besuchten Ausstellungen der Tchoban-Foundation im neuen Ausstellungsgebäude für Architekturgraphik in Berlin.

Historische Ausstellung: „Schick, schräg und schaurig - Schätze aus der Geschichte der Universitätsmedizin Rostock“

Mit historischen Objekten aus Forschung, Lehre und Klinikalltag gewährte die Universitätsmedizin Rostock ab dem 23. August Einblicke in ihre Vergangenheit. Die Exponate sind unter dem Titel „Schick, schräg und schaurig“ versammelt. Sie stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert und reichen von großen Apparaten, Instrumenten, Medikamenten und Pulvern bis zu naturnahen Nachbildungen krankhaft veränderter Körperteile - so genannten Moulagen.

Mehr als 3000 solcher täuschend echt wirkenden Wachs-Nachbildungen gab es einst an der Rostocker Hautklinik. In realitätsnahen Farben, Größen und Formen veranschaulichten die Modelle Haut- und Geschlechtskrankheiten. Gefertigt wurden sie zwischen 1908 und 1933 nach dem Abbild echter Patienten und mit authentischer Körperbehaarung. Die Sammlung galt als eine der bedeutendsten in Deutschland und sollte 1940 auf einem Kongress in New York ausgestellt werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde jedoch ein Großteil des Bestands zerstört. Knapp 40 Exemplare sind erhalten.

Viele weitere Modelle und Instrumente dokumentieren frühere Behandlungsmethoden. Was dem heutigen Betrachter grausig erscheinen mag, zählte einst zum höchsten Stand der Technik. Wie ein Zahnarzt-Bohrer aus dem frühen 20. Jahrhundert, der per Fußpedal angetrieben wurde.

Viele Geräte stellt das Institut für Physiologie. Dort findet sich eine große Sammlung von Apparaten, die großenteils einst in der eigenen Werkstatt gefertigt wurden. So erfahren die Besucher, wozu der „Taubenhalter“ diente, oder erleben das Gerät, mit dem früher die Totenstarre nachgewiesen wurde.

Setzkasten-Glasauge

Einen besonderen Hingucker liefert die Augenklinik: Ein großer Setzkasten zeigt kunstvoll gefertigte Glasaugen, an denen Erkrankungen dargestellt wurden. 

Viele der Apparate markieren Schritte auf dem Weg zur heutigen modernen Medizin.

Eine Nebenwirkung ist beim Besuch der Ausstellung garantiert: Erkenntnisgewinn.

Diese Ausstellung wurde am 23.08.2016 in der Societät Rostock maritim e.V. (ehem. Schifffahrtsmuseum, August-Bebel-Str. 1) eröffnet und konnte bis 28.02.2017 besichtigt werden.

 

 
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