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Herbststurm an der Ostsee - Die friedliche Revolution 1989 und die Rostocker Stasi

Herbststurm an der Ostsee

Die DDR steckte 1989 in einer tiefen Krise. Die schlechte Wirtschafts- und Versorgungslage, fehlende politische Freiheiten und die Reisebeschränkungen führten zu immer größerer Unzufriedenheit der Bürger. Die mangelnde Bereitschaft der SED-Führung zu Reformen wie in der Sowjetunion oder Polen, die Massenflucht über Ungarn und die Botschaftsbesetzun-gen in Prag und Warschau erhöhten den Veränderungsdruck erheblich. Anfang September 1989 entstand mit dem Neuen Forum die erste oppositionelle Gruppierung der DDR, die eine offizielle Zulassung forderte. Auch im Ostseebezirk wuchs der Widerstand und machte sich schließlich Luft in Fürbittandachten in den Kirchen, Demonstrationen und Bürgerforen.

Die Ausstellung in der Societät Rostock maritim in der August-Bebel-Str.1 zeigt, wie sich die Proteste im Bezirk Rostock formierten und wie die Stasi versuchte, diese zu „zersetzen“ und die Kontrolle zurückzuerlangen. Fotos, Duplikate von Plakaten und Transparenten sowie Stasi-Dokumente erinnern an die ersten Demonstrationen im Oktober und November 1989. Andere MfS-Zeugnisse belegen, wie sich die Stasi an die neuen Bedingungen anzupassen versuchte und Pläne für eine Fortsetzung ihrer Tätigkeit in geänderten Strukturen und „Scheinfirmen“ schmiedete. Die Auflösung des Stasi-Apparates war eine zentrale Forderung der Demonstranten, die Besetzung der Bezirksverwaltung Rostock in der Nacht vom 4./5.12.1989 ein Höhepunkt der Friedlichen Revolution. Einer der Besetzer schildert seine Erlebnisse. MfS-Zeugnisse wie das Wachbuch zeigen aus Sicht der Stasi, was in dieser Nacht passierte. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine detaillierte Chronik der Ereignisse in der Friedlichen Revolution 1989/90.

Bild: Demonstration in der Rostocker Innenstadt im Oktober 1989 Quelle: BStU

Stasi-U-Haft in Rostock

Stasi-U-Haft in Rostock

Mitten in der Rostocker Innenstadt errichtete die Stasi 1958 bis 1960 ihre Untersuchungs-haftanstalt. Sie war von Büro- und Wohngebäuden der Staatssicherheit umgeben und somit abgeschirmt von der Außenwelt. In den etwa 50 Zellen konnten 110 Frauen und Männer gleichzeitig inhaftiert werden. Bis 1989 durchlebten rund 4900 Untersuchungshäftlinge leidvolle Wochen und Monate. Sie waren ganz überwiegend aus politischen Gründen verhaftet worden. Viele wollten selbst über ihr Leben bestimmen und hatten versucht, aus der DDR zu fliehen. Andere saßen wegen Kritik an den politischen Verhältnissen ein. Starker psychischer Druck durch die Haftbedingungen und bei den Vernehmungen, aber auch Angst, Ungewissheit und Sorge um die Angehörigen sollten die Häftlinge brechen. In den Verhören erpresste das MfS Geständnisse, die dann in den Schein-Gerichtsverfahren gegen sie verwendet wurden.

Die Ausstellung können Sie in der Societät Rostock maritim, im ehemaligen Schifffahrtsmuseum, täglich von 10.00 Uhr - 18.00 Uhr (außer Montag) besuchen.

Sie beschreibt den Weg der Häftlinge vom Haftbefehl bis zum Urteil, den Haftalltag und die Haftbedingungen. Eine Tafel zeigt die Haftordnung mit den vermeintlichen Rechten und Pflichten der Häftlinge. Briefe und Erinnerungen damals Betroffener schildern dagegen die Realität.

 
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